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Der Rekord ist eingetütet, der Titel fest im Blick

Bundesliga-Spitzenreiter beendet Hauptrunde mit der einmaligen Bilanz von 18 Siegen aus 18 Partien und fiebert schon...

Die Badminton-Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim konnten das letzte Bundesliga-Wochenende im Grunde völlig unbeschwert angehen: Das Ticket für das Final-Four-Turnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am 4. und 5. Mai in der heimischen Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle hatten sie vor den beiden abschließenden Partien längst in der Tasche. Dennoch ließen sich die Badminton-Asse des BCB auch im Endspurt vom zuvor eingeschlagenen Weg nicht abbringen - und nehmen nach den beiden Auftritten zu Hause gegen den 1. BC Beuel und auswärts beim 1. BV Mülheim ein Rekordergebnis mit, das wohlmöglich für lange Zeit bestehen wird.  

Dem umkämpften 4:3-Erfolg am Samstag im letzten Heimspiel gegen den Tabellenzweiten aus Bonn ließ Saarbrücken-Bischmisheim am Sonntag einen 5:2-Sieg bei den drittplatzierten Mülheimern folgen und beendet die Bundesliga-Hauptrunde mit einer beeindruckenden Bilanz von 18 Siegen aus 18 Begegnungen. "Wir sind mit unserer Saison natürlich mega happy. Besser konnte es einfach nicht laufen", sagte Peter Käsbauer, nachdem sein Team das Novum unter Dach und Fach gebracht hatte. Eine Woche nach seinem 30. Geburtstag sorgte er am Samstag gegen Beuel an der Seite von Doppelpartner Marvin Seidel für den entscheidenden Durchbruch zum Heimsieg. Die BCB-Paarung rang das Bonner Duo Akshay Dewalkar und Daniel Hess in fünf hart umkämpften Durchgängen 11:5, 11:13, 13:11, 10:12 und 13:11 nieder und brachte die Gastgeber mit 3:0 in Führung. Zuvor hatten Michael Fuchs und Johannes Schöttler ihren langjährigen Bischmisheimer Weggefährten Marc Zwiebler an der Seite des Deutschen Einzelmeisters Max Weißkirchen ebenso in vier Sätzen (11:7, 11:7, 6:11, 11:7) bezwungen wie Isabel Herttrich und Olga Konon die Gäste-Paarung Lisa Kaminski/Hannah Pohl im Damendoppel (13:11, 11:7, 9:11, 11:4).

Den entscheidenden vierten Punkt sicherten dem BCB schließlich Konon und Seidel mit ihrem 9:11, 11:6, 11:7, 11:6 im Mixed über Dewalkar/Pohl. Somit konnten es die Gastgeber am Ende auch verschmerzen, dass Bonn in den Einzeln doch deutliche Vorteile hatte. In Abwesenheit von Fabian Roth, der sich laut Käsbauer auf einem guten Weg befindet, um dann im Finalturnier wieder mit dabei zu sein, gab es für Saarbrücken-Bischmisheim wenig zu bestellen. Luka Wraber blieb bei seiner Dreisatzniederlage gegen Zwiebler ebenso chancenlos wie Dieter Domke im Duell mit dem deutschen Champion Weißkirchen, der sich ebenfalls glatt behauptete. Natalia Perminova kämpfte sich gegen die künftige BCB-Akteurin Luise Heim nach 1:2-Satzrückstand zwar nochmal zurück, nach dem 12:10 im vierten Satz bekam die Russin gegen die Deutsche Einzelmeisterin der beiden Vorjahre aber überhaupt keinen Stich mehr und bekam mit 0:11 die Höchststrafe verpasst. 

Umso bemerkenswerter war es, dass Perminova tags darauf in Mülheim in einer nervenaufreibenden Partie gegen die Niederländerin Gayle Maluhette mit 12:10, 12:10 und 15:14 den Punkt zum Sieg und damit zur Rekordsaison sicherte. Am Ende hieß es beim Tabellendritten 5:2 zugunsten der Gäste aus dem Saarland. Die Herrendoppel Seidel und Ruben Jille sowie Domke/Fuchs hielten sich genauso schadlos wie das Damendoppel um Konon und Herttrich. Letztere gewann mit Seidel zudem in einer engen Partie gegen Mülheims Johanna Goliszewski und Robin Tabeling mit 12:10, 9:11, 13:11, 11:8.   

Durch den 18. Sieg im 18. Spiel verhinderte der BCB nebenbei ein Vorrücken des 1. BV Mülheim auf Rang zwei, womit klar ist, dass er erst in einem möglichen Meisterschaftsfinale auf den ebenfalls direkt fürs Final Four qualifizierten 1. BC Beuel treffen kann. Laut Käsbauer nicht unbedingt ein Nachteil: "Aufgrund der Konstellation in den Einzeln liegt ins Bonn dann doch etwas weniger. Von daher ist es nicht schlecht, dass wir ihnen zumindest im Halbfinale aus dem Weg gehen. Wer uns dort erwartet, ist letztlich egal", so Käsbauer. Das Ziel nach dieser phänomenalen regulären Saison ist ohnehin klar: Anfang Mai soll in eigener Halle der achte Meistertitel her: "Die Saison ohne Niederlage ist gut und schön, aber im Endeffekt nichts wert. Wir müssen jetzt den Fokus auf das Endturnier richten - wir sind erst zufrieden, wenn wir auch das letzte Spiel gewonnen haben", betont Käsbauer. Man werde die Zeit bis zum "Finale dahemm" entsprechend nutzen, um Anfang Mai bestens vorbereitet auf Titeljagd zu gehen. dbe



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David Eckerlin gewinnt Bronze bei den Deutschen Meisterschaften U13

„Der Erfolg bedeutet eine schöne Anerkennung und sagt mir, dass nicht mehr so viel fehlt bis ganz oben auf's Treppchen. ...

„Der Erfolg bedeutet eine schöne Anerkennung und sagt mir, dass nicht mehr so viel fehlt bis ganz oben auf's Treppchen. ...

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Genießerisch auf Rekordjagd

Bundesliga-Spitzenreiter will ohne Druck in den letzten Doppelspieltag gehen und nimmt in zwei Spitzenduellen eine...

Am Samstag bestreitet der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim sein letztes Heimspiel der Bundesliga-Hauptrunde. Ab 17 Uhr empfängt der souveräne Spitzenreiter in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle den Tabellenzweiten 1. BC Beuel zum Gipfeltreffen der deutschen Eliteklasse. Die Gastgeber können die Partie ganz entspannt angehen, denn vor den letzten beiden Auftritten in der regulären Saison ist ihnen Platz eins bei sieben Punkten Vorsprung auf den schärfsten Verfolger nicht mehr zu nehmen. Das ist auch die Devise von BCB-Doppelspezialistin Olga Konon, die im Heimabschluss gegen die Gäste aus Bonn zumindest im Duett mit Isabel Herttrich zum Einsatz kommen wird: „Wir treffen sowohl mit Bonn als auch danach in Mülheim auf starke Gegner. Aber wir haben den ersten Platz ja bereits sicher und können daher völlig befreit aufspielen. Wir können das Ganze ohne Druck angehen und die Spiele auch ein Stück weit genießen“, sagt die 28-Jährige mit Blick auf die komfortable Lage des BCB, der bisher alle 16 Bundesliga-Partien für sich entschieden hat. 

Auf der anderen Seite wäre da ja doch jener besondere Umstand, den Saarbrücken-Bischmisheims Teammanager Marcel Reuter vor dem finalen Doppelspieltag nochmal ins Spiel bringt: „Aufgrund der Tatsache, dass wir Platz eins schon sicher haben, ist es zwar durchaus möglich, dass wir in den letzten Spielen nochmal das ein oder andere ausprobieren und neue Varianten testen werden. Unser oberstes Ziel ist es aber, die Hauptrunde ohne Niederlage abzuschließen“, betont der ehemalige Nationalspieler angesichts der makellosen BCB-Bilanz. Es wäre ein Novum, nachdem seit der Vorsaison und der Aufstockung auf sieben Partien pro Bundesliga-Duell keine Unentschieden mehr möglich sind. Eine Saison ohne Niederlage gelang zuletzt der SG EBT Berlin in der Saison 2012/13 mit zwölf Siegen und sechs Unentschieden.
Allerdings wird es für die Saarländer alles andere als leicht, sich mit zwei weiteren Erfolgen einen Platz in den Geschichtsbüchern der Bundesliga zu sichern: Denn nach dem Gipfel gegen Bonn wartet am Sonntag um 15 Uhr das Gastspiel beim 1. BV Mülheim, der sich als punktgleicher Tabellendritter mit Beuel und je 30 Zählern ebenfalls noch Hoffnungen auf die direkte Qualifikation für das Final-Four-Turnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ausrechnet. In den Kampf um einen der beiden fixen Plätze für das Endturnier am 4. und 5. Mai in der Joachim-Deckarm-Halle möchte auch der mit 27 Punkten viertplatzierte SC Union Lüdinghausen noch eingreifen.   

Der letzte Heimauftritt des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim wird für eine Bonner Spielerin im Übrigen ein besonderer sein: Die zweifache und amtierende Deutsche Einzelmeisterin Luise Heim spielt mit den Gästen dann nicht nur bei ihrem künftigen Club, dem sie unlängst für vier Saisons ihre Zusage gegeben hat. Die gebürtige Bad Dürkheimerin feiert am Samstag zudem ihren 22. Geburtstag – wobei Heim, wie bereits angedeutet, nicht damit rechnen darf, dass sie mit ihrem aktuellen Teams allzu viel geschenkt bekommt. Neben der künftigen BCB-Akteurin weiß der 1. BC Beuel mit Max Weißkirchen auch den amtierenden Deutschen Einzelmeister in seinen Reihen. Dessen Vorgänger aus dem Jahr 2017, Saarbrücken-Bischmisheims Neuzugang Fabian Roth, muss sich nach neuerlichen Rückenproblemen, die Anfang Februar einer erfolgreichen Titelverteidigung bei der DM in Bielefeld in die Quere kamen, weiterhin gedulden. Allerdings gab BCB-Teammanager Marcel Reuter an, dass der 22-Jährige mit Blick auf das Finalturnier in eigener Halle durchaus auf Kurs liegt: „Fabian befindet sich weiterhin in der Reha. Wir hoffen natürlich, dass er bis zum Endturnier wieder rechtzeitig in Form kommt. Was das angeht, liegt er im Moment voll im Fahrplan“, so Reuter. dbe

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Neue Heimat: Heim künftig für Bischmisheim

21-jährige Nationalspielerin und amtierende Deutsche Einzel-Meisterin wechselt zur neuen Saison vom 1. BC Beuel zum...

Bundesliga-Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim vermeldet seinen ersten Neuzugang für die neue Saison: Die Deutsche Einzelmeisterin Luise Heim wechselt nach der laufenden Runde vom Ligakonkurrenten 1. BC Beuel zum siebenfachen Deutschen Mannschaftsmeister in die saarländische Landeshauptstadt. Die 21-Jährige ist die aktuell beste deutsche Einzelspielerin, dem BCB hat sie nun für die nächsten vier Jahre ihre Zusage gegeben. Die gebürtige Bad Dürkheimerin sicherte sich Anfang Februar diesen Jahres in Bielefeld zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Meistertitel der Aktiven und wurde zuletzt auf Rang 56 der Badminton-Weltrangliste geführt. 

„Mein Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Ich glaube, dass ich mit dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim dahingehend einen starken Partner an meiner Seite habe“, erläutert Heim, die vergangene Woche bei den German Open in Mülheim an der Ruhr die Qualifikation für das Hauptfeld der besten 32 erreichte. Nach einem 21:17, 23:21-Sieg in der Qualifikation über die Engländerin Chloe Birch unterlag Heim in Runde eins des topbesetzten Turniers der japanischen Weltranglisten-18. Saena Kawakami 16:21, 13:21. „Es war mein Ziel, das Hauptfeld zu erreichen. Die Japanerin ist eine Weltklassespielerin. Sie macht in den entscheidenden Phasen einfach weniger Fehler. Aber ich habe es so empfunden, dass ich zum ersten Mal richtig mit einer solch starken Gegnerin mitspielen konnte“, sieht die in Neustadt an der Weinstraße aufgewachsene Heim bei sich selbst eine gute Entwicklung. Die hat auch die Verantwortlichen des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim überzeugt. 

In der kommenden Woche wird Heim nochmal als Gegnerin auf ihre baldigen Teamkollegen treffen, wenn am übernächsten Samstag um 17 Uhr in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle das letzte Heimspiel des BCB in der Bundesliga-Hauptrunde gegen den 1. BC Beuel ansteht. Für Heim ist es ein in doppelter Hinsicht besonderer Tag, denn sie tritt nicht nur beim künftigen Verein an, sondern feiert am Spieltag zudem ihren 22. Geburtstag. Als aktueller Tabellenzweiter hat ihr jetziger Club aus dem Bonner Stadtbezirk gute Aussichten, hinter dem bereits als Hauptrunden-Meister feststehenden BCB den zweiten direkten Platz in Richtung Final-Four-Turnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zu erreichen. Das Endturnier findet am 5. und 6. Mai erstmals in Saarbrücken statt.

Zuvor richtet Heim den Fokus auf die Badminton-Europameisterschaften Ende April im spanischen Huelva. „Das Erreichen des Viertelfinals ist dort mein Ziel. Klar, das wird schon auch von der Auslosung abhängen. Aber ich bin der Meinung, dass man sich entsprechende Ziele setzen muss, um sich weiterzuentwickeln“, sagt der BCB-Neuzugang, der zuletzt mit der deutschen Damen-Nationalmannschaft bei den Team-Europameisterschaften im russischen Kasan den zweiten Platz erreicht hatte.
 
Das aktuelle Team des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim zeichne sich aus ihrer Sicht neben der generellen Leistungsstärke durch „sehr große Motivation und einen sehr ausgeprägten Zusammenhalt“ aus, sagt Heim. Mit Spitzenspieler Fabian Roth trainiere sie regelmäßig am Stützpunkt in Mülheim. Nicht zuletzt habe auch die Nähe zum Heimatort Weinstadt und damit zu den Eltern bei ihrem Wechsel eine Rolle gespielt, erläutert Heim, die in Duisburg gerade ihren Bachelor in Soziologie fertig macht. Mit dem Badmintonsport begann sie im Alter von sechs Jahren bei der BSG Neustadt. Sie hat eine 27-järige Schwester, ihr 25-jähriger Bruder Leonard spielt ebenfalls Badminton. dbe

Foto: Sven Heise

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BCB bucht souverän das Final-Four-Ticket

Bundesliga-Spitzenreiter macht im drittletzten Hauptrundenspiel mit dem 5:2 über Union Lüdinghausen die Teilnahme am...

Die Badminton-Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim waren gewarnt. Mit einem 6:1-Erfolg über den Bundesliga-Zweiten 1. BC Beuel hatte der SC Union Lüdinghausen vor dem Spitzenspiel am Sonntag in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle beste Eigenwerbung betrieben. Die Gäste schienen ein ernsthafter Kandidat zu sein, um den Siegeszug des Tabellenführers durch die Bundesliga zu stoppen. Doch davon waren die Nordrhein-Westfalen letztlich recht weit entfernt: Mit 5:2 holte sich der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim seinen 16. Sieg im 16. Hauptrundenspiel und machte damit vor den zwei verbleibenden Begegnungen, dem letzten Heimauftritt der regulären Saison am Samstag, den 24. März gegen den weiterhin ärgsten Verfolger Beuel (17 Uhr) sowie dem tags darauf anstehenden Gastspiel beim Ligadritten 1. BV Mülheim (15 Uhr), alles klar in Sachen Final-Four-Turnier in eigener Halle.

„Wir waren im Vorfeld relativ skeptisch, weil viele von uns krankheitsbedingt ein bisschen angeschlagen waren und wir ja sowieso ein paar längerfristige Ausfälle haben“, gestand Bischmisheims Doppel-Spezialist Marvin Seidel, um dann das Erfreuliche nachzuschieben: „Aber wir haben es gut gemacht. Alle Spiele, die wir gewinnen konnten, haben wir auch gewonnen.“ Gegen den Tabellenvierten Lüdinghausen mussten die Gastgeber ohne Fabian Roth, Luka Wraber und Dieter Domke vor allem Engpässe im Herreneinzel in Kauf nehmen – und gaben dort durch die Niederlagen von Simon Wang gegen Nationalspieler Kai Schäfer (6:11, 3:11, 11:9, 4:11) und Matthias Deininger gegen den Holländer Nick Fransman (2:11, 6:11, 12:10, 11:13) die einzigen Punkte ab. Mit jetzt 37 Punkten hat der BCB zudem die Hauptrunden-Meisterschaft bereits sicher. „Unsere Bilanz ohne Niederlage kommt ziemlich unerwartet. Wir müssen das mit Blick auf den Endspurt auch mit Vorsicht genießen und jedes Spiel aufs Neue hochkonzentriert angehen. Wir freuen uns über die Finalteilnahme, aber gerade da kann alles passieren“, erläuterte Seidel.   

Der 22-Jährige gewann sein Herrendoppel mit Johannes Schöttler souverän: 11:7, 11:5, 11:8 gegen Robert Zirnwald und Robert Blair. Überhaupt waren die männlichen Duos eine Bank, denn auch Ruben Jille und Michael Fuchs bezwangen Schäfer und Josche Zurwonne glatt in drei Durchgängen mit 11:5, 11:3, 14:12. Einen Dreisatzerfolg verbuchte zudem das BCB-Damendoppel Isabel Herttrich und Olga Konon. Sie schlugen Yvonne Li und Eva Janssens 11:6, 11:9 und 11:7. Herttrich und Jille steuerten im Mixed gegen Zurwonne/Janssens (11:4, 7:11, 11:6, 11:6) einen weiteren Punkt bei, der fünfte ging auf das Konto von Natalia Perminova, die wie schon beim 5:2-Auswärtssieg in Lüdinghausen aus einem engen Match gegen Yvonne Li nach fünf Durchgängen erneut als Siegerin hervorging.

Am Sonntag legte die 26-jährige Russin gegenüber dem 1:2-Satzrückstand im Hinspiel ihrerseits stark vor, gewann die ersten beiden Durchgänge mit 12:10 und 11:5, ehe Perminova nach dem 2:2-Satzausgleich durch Li hinten raus Nervenstärke bewies und schließlich 11:9 gewann. In drei Wochen bestreitet der BCB dann sein letztes Heimspiel, um dann am 5. und 6. Mai zum Endturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft wieder in der Joachim-Deckarm-Halle anzutreten. Ab dem morgigen Dienstag geht es für zwei Akteure des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in der Sporthalle in Mülheim an der Ruhr zur Sache. Dort finden bis zum kommenden Sonntag die German Open im Badminton statt. 

Im gemischten Doppel bekommen es Isabel Herttrich und Mark Lamsfuß (Wipperfeld) nach dem Turniersieg bei den Swiss Open am Dienstagabend gleich mit dem topgesetzten Hong-Kong-Duo Tse Ying Suet/Tang Chun Man zu tun. Seidel trifft mit seiner Partnerin Linda Efler (Lüdinghausen) auf die Engländer Lauren Smith und Marcus Ellis, gegen die sie in Basel im Viertelfinale ausgeschieden waren. „Linda war genau wie ich zuletzt krank. Von daher werden wir das Ganze relativ entspannt und nicht mit zu hohen Erwartungen angehen“, sagt Seidel, der im Doppel mit Lamsfuß auf die Taiwanesen Liao Min Chun und Su Ching Heng trifft: „Wir haben zwar bisher nicht gegen sie gewonnen, bewegen uns aber auf ähnlichem Niveau. Vielleicht klappt es auf heimischem Boden.“ Im Damendoppel spielen die Deutschen Meister Herttrich und Carla Nelte (TV Refrath) in Runde eins gegen die Niederländerinnen Selena Piek/Cheryl Seinen. BCB-Neuzugang Fabian Roth, der im Vorjahr das Achtelfinale erreicht hatte, sagte kurzfristig ab: „Ich kann leider wegen meiner Rückenprobleme nicht starten“, so Roth, der sich durch die Reha quält: „Ich muss mir die Zeit nehmen und Geduld haben, um frei von Beschwerden zu sein.“ Und um dem BCB dann vielleicht beim Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft wieder helfen zu können. dbe

  

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Beseitigt der BCB die letzten Zweifel?

Bundesliga-Primus kann im drittletzten Hauptrundenspiel Final-Four-Ticket klarmachen – Doch Vorsicht: Gegner...

Drei Wochen nach dem letzten Bundesliga-Auftritt möchten die Badminton-Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim die letzten kleinen Zweifel ausräumen – und im Heimspiel an diesem Sonntag um 14 Uhr in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle das Ticket für das Final-Four-Turnier an Ort und Stelle um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bereits im drittletzten Spiel der regulären Saison unter Dach und Fach bringen. 

Mit dem SC Union Lüdinghausen wartet dann ein unbequemer Gegner auf den souveränen Spitzenreiter, der das Bundesliga-Ranking mit 15 Siegen aus 15 Spielen und 35 Punkten anführt. Dem BCB reicht, bei acht Punkten Vorsprung auf Rang drei, aufgrund des starken Spielverhältnisses von 75:30 theoretisch schon ein Zähler fürs Erreichen des „Final Four“. Allerdings: Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen rechnen sich als aktueller Tabellenvierter selbst noch Chancen auf eine direkte Qualifikation für das Endturnier um den „Riegel-Pokal“ am 5. und 6. Mai aus, für dessen Ausrichtung der BCB vom Deutschen Badminton Verband den Zuschlag erhalten hat. Die zwei Erstplatzierten der Bundesliga-Hauptrunde sind für das Finale um den Titel gesetzt, die Teams auf den Plätzen zwei bis sechs ermitteln die beiden übrigen Teilnehmer für das Final Four in Saarbrücken. Mit 27 Punkten liegt Lüdinghausen nur drei Zähler hinter dem 1. BC Beuel, den der SC Union am vergangenen Dienstag im Heimspiel mit 6:1 wieder zurück auf die Heimreise schickte, und hat, bei Punktgleichheit mit dem drittplatzierten 1. BV Mülheim, zudem eine Partie weniger absolviert als der bereits 16 Mal im Einsatz gewesene letzte Gegner. 

„Wir wollen natürlich gewinnen, wissen aber auch, dass Lüdinghausen sehr gut drauf ist. Das hat der klare Sieg gegen Bonn am vergangenen Dienstag gezeigt“, sagt Isabel Herttrich. Was für den Bundesliga-Gegner gilt, trifft aber auch auf die 25-jährige Doppelspezialistin zu. Vor Wochenfrist gewann sie mit Partner Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) den Mixed-Titel bei den Swiss Open in Basel und kletterte mit diesem Erfolg auf Rang 19 der Badminton-Weltrangliste für gemischte Paare. Zuvor hatte sich Herttrich mit den deutschen Damen bei der Team-Europameisterschaft im russischen Kasan die Silbermedaille gesichert – für sie persönlich ein großer Erfolg: „Das war eine super Woche für uns. Ich hätte das so nicht erwartet. Wir wussten, dass wir das Potenzial haben, aber es lief dann wirklich sehr gut. Mit Silber bin ich sehr zufrieden – das hatte ich bisher ja noch nicht“, sagte Herttrich, nachdem im Finale mal wieder Dänemark die Nase vorne hatte: „Die sind einfach noch ein Tick zu stark.“ Das galt auch bei den Herren, wo Peter Käsbauer und Marvin Seidel mit dem deutschen Team Bronze gewannen. Zu stark war der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in dieser Saison bisher für die Gegner in der Bundesliga. Allerdings erwartet BCB-Akteur Johannes Schöttler gegen Lüdinghausen einen diesmal knapperen Ausgang als beim 5:2 im Hinspiel. „Lüdinghausen war eigentlich immer ein unangenehmer Gegner und ist unbestritten eines der Topteams der Liga. Wir sind zum Glück in einer komfortablen Situation, was die Tabelle angeht. Es wird mit Sicherheit ein sehr enges und interessantes Spiel. Vom Hinspiel dürfen wir uns da nicht blenden lassen“, sagt Schöttler, der wegen einer Rückenverletzung noch um seinen Einsatz bangt.

Das gilt auch für andere Athleten des BCB, vor allem die Herren sind von Krankheit und sonstigen Wehwehchen etwas stärker betroffen: „Mal schauen, wer von den Männern alles rechtzeitig fit wird. Wir Mädels sind allerdings alle fit“, berichtet Herttrich, die im Damendoppel mit Nationalmannschaftskollegin Olga Konon eine Bank sein wird. Wer von den beiden Mixed spielen werde, entscheide sich kurzfristig, so Herttrich. Im Dameneinzel steht die Russin Natalia Perminova bereit, die im Hinspiel die deutsche Nationalspielerin Yvonne Li nach 1:2-Satzrückstand noch in fünfen bezwang. Neben Li dürfte Lüdinghausen im Topspiel in Saarbrücken auch auf die ebenfalls für Deutschland in Kasan mitmischenden Linda Efler, Josche Zurwonne und Kai Schäfer vertrauen – davon jedenfalls ist Herttrich überzeugt: „Ich rechne fest damit, dass sie alle Nationalspieler an Bord haben werden. Ein 5:2 wie im Hinspiel würde ich sofort unterschreiben. Aber ich denke, dass es diesmal ein ganz knappes Spiel wird.“ Auch Schöttler ist sich sicher, dass die Zuschauer in Sachen Spannung nicht zu kurz kommen: „Jedes einzelne Match wird da extrem umkämpft sein.“ dbe

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Personalsorgen perfekt gemeistert: BCB hat das Finalticket fast sicher

Bundesliga-Primus holt bei Neuhausen-Nymphenburg 15. Sieg im 15. Spiel und steht unmittelbar vor der Qualifikation für...

Der 15. Saisonsieg im 15. Spiel, sogar die volle Ausbeute von drei Punkten und damit das fast sichere Final-Four-Ticket. Außerdem die Erkenntnis, dass auch der „zweite Anzug“ sitzt: Der Auftritt des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim beim TSV Neuhausen-Nymphenburg brachte aus Sicht des Spitzenreiters der Badminton-Bundesliga viele positive Aspekte mit sich. In seinem vorletzten Auswärtsspiel der Hauptrunde siegte der BCB am vergangenen Samstag bei den Bayern klar mit 6:1. Auf den ersten Blick mag das Ergebnis kaum überraschen, schließlich ist Neuhausen-Nymphenburg mit nur fünf Punkten Schlusslicht im deutschen Oberhaus und taumelt dem Abstieg entgegen. Doch die angespannte Personalsituation ließ die Gäste nicht mit dem besten Gefühl anreisen.

Liste der Ausfälle nochmal länger
Neben der russischen Nationalspielerin Natalia Perminova und den verletzten DM-Pechvögeln Marvin Seidel und Fabian Roth musste Bischmisheim beim Tabellenletzten auch auf die Dienste des Österreichers Luka Wraber verzichten. Dem 27-Jährigen blieb das Pech nach seiner bitteren Fünfsatzniederlage am Dienstag treu, als er beim knappen 4:3-Erfolg des BCB beim TSV Freystadt in seinem Einzel gegen Lukas Schmidt trotz fünf Matchbällen nach 2:0-Satzführung noch verloren hatte. Wraber fiel mit Grippe flach. Zudem fehlte im Vergleich zum Sieg zuvor Routinier und Doppelspezialist Michael Fuchs aus beruflichem Grund. Von daher war Bischmisheims Peter Käsbauer überaus angetan vom Auftritt im Münchner Stadtbezirk: „Es lief heute perfekt. Wir wären mit zwei Punkten absolut zufrieden gewesen. Dass es drei geworden sind, ist natürlich umso besser. Damit haben wir die Playoffs so gut wie sicher“, sagte der frisch gebackene Deutsche Mixed-Meister, der mit Partnerin Olga Konon ungefährdet 11:7, 9:11, 11:5, 11:3 gegen Przemyskaw Szydlowski/Kaja Stankovic gewann und auch im Herrendoppel einen Punkt beisteuerte. An der Seite von Simon Wang hieß es gegen Manuel Heumann und Szydlowski nach hartem Kampf 12:10, 11:8, 8:11, 7:11, 11:9. Wang war damit beim BCB der Marathon-Mann, denn der 20-Jährige gewann auch sein Einzel in fünf Sätzen. Im zweiten Bundesliga-Einsatz der Saison schlug Wang den Bulgaren Krassimir Yankov 11:8, 11:7, 7:11, 10:12 und 11:3. 

Das andere Herreneinzel bestritt Ruben Jille für den BCB – und legte mit dem 11:3, 10:12, 11:3, 11:6 über Heumann ein gelungenes Saisondebüt in dieser Disziplin hin. Im Doppel mit Johannes Schöttler hatte Jille nur im ersten Satz Mühe, gegen Yankov und Eric Patz hieß es 12:10, 11:6, 11:5. Die einzige BCB-Niederlage beim Tabellenletzten erlitt Isabel Herttrich gegen die ukrainische Ex-Meisterin Natalya Voytsekh mit 7:11, 4:11, 11:13. Danach revanchierte sich Herttrich. Konon und sie bezwangen Voytsekh/Stankovic im Damendoppel mit 11:8, 3:11, 11:5 und 11:7. „Wir haben eher nicht mit drei vollen Punkten gerechnet“, sagte Konon: „Aber wir haben den Gegner zu keinem Zeitpunkt unterschätzt, sind mit sehr viel Engagement, Kampfgeist und zu 100 Prozent fokussiert in die Spiele gegangen“, fand die 28-Jährige lobende Worte. 

Dank der drei Zähler für den 15. Saisonsieg im 15. Spiel führt der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim die Tabelle mit 35 Punkten und fünf Punkten Vorsprung auf den 1. BC Beuel weiterhin an und hat zudem bei acht Zählern auf den Dritten 1. BV Mülheim die Teilnahme am Final-Four-Turnier um die Meisterschaft so gut wie sicher. Die zwei Erstplatzierten nach der Hauptrunde sind für das diesmal in Saarbrücken stattfindende Endturnier gesetzt, gleich den ersten „Matchball“ wollen die BCB-Akteure nutzen, wenn in drei Wochen am Sonntag, den 4. März um 14 Uhr das Heimspiel gegen Union Lüdinghausen ansteht. Und überhaupt sagt Käsbauer mit Blick auf die drei restlichen Bundesliga-Partien: „Es wäre wirklich eine schöne Sache, sollten wir die Runde mit reiner Weste beenden – das ist unser Ziel.“ 

BCB-Quartett hofft auf erfolgreiche Team-EM
Erst einmal verfolgen er und einige Bischmisheimer Teamkollegen aber bei der Team-Europameisterschaft vom 13. bis 18. Februar im russischen Kasan ehrgeizige Ziele. Sofort nach dem Spiel in München ging es für Herttrich, Konon, Käsbauer und auch Marvin Seidel nach Frankfurt, wo sie am Sonntag in den Flieger Richtung Moskau stiegen. „Wir wollen auf jeden Fall wieder ins Halbfinale einziehen, um uns für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Dänemark ist der klare Favorit und wird erneut schwer zu schlagen sein“, sagt Käsbauer zu den Ambitionen der deutschen Herren. Ähnliche Ziele verfolgen die Damen. „Wir hoffen zuallererst darauf, unsere Vorrundengruppe zu gewinnen. Danach ist vieles möglich, wir wollen um die Medaillen mitspielen“, verriet Konon. Während sich die Fußverletzung von Marvin Seidel, die er zuletzt im Mixed-Halbfinale der Deutschen Titelkämpfe in Bielefeld erlitten hatte, nur als Bänderdehnung herausstellte und er somit mit nach Kasan reisen konnte, saß Fabian Roth nicht mit im Flieger. Der Deutsche Meister des Vorjahres könnte aber beim Final Four wieder dabei sein, wie Käsbauer verriet: „Wir haben die Hoffnung, dass er nach der Reha in vier, fünf Wochen zurückkehrt und für die Playoffs fit wird. Wir tun alles dafür, dass das hinhaut.“ bene

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BCB trotzt den Sorgen und setzt seinen Siegeszug fort

Bundesliga-Spitzenreiter gewinnt ersatzgeschwächt mit 4:3 in der vorverlegten Partie beim TSV Freystadt - Nun zwei...

Das Ergebnis war zwar knapp. Die Siegesserie des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in der 1. Badminton-Bundesliga geriet am Dienstag aber nicht wirklich in Gefahr: Der Spitzenreiter erfüllte beim TSV Freystadt das gesteckte Minimalziel von zwei Zählern und verließ mit dem 4:3-Erfolg beim Vorletzten im 14. Saisonspiel zum 14. Mal als Sieger die Halle – obwohl die Vorzeichen vor der Partie in der Oberpfalz längst nicht optimal waren. Das wusste auch BCB-Routinier Michael Fuchs: „Letztlich zählt für uns vor allem der Sieg. Mit den zwei Punkten sind wir zufrieden, zumal wird durch das Verletzungspech bei der Deutschen Meisterschaft sehr kurzfristig umbauen und von Sonntag bis Dienstag ein schlagkräftiges Team formieren mussten“, verwies der 35-Jährige auf das Fehlen von Fabian Roth und Marvin Seidel.<o:p></o:p>

Titelverteidiger Roth hatte am Freitag in Bielefeld wegen erneuter Rückenprobleme im DM-Viertelfinale gegen seinen Nachfolger Max Weißkirchen (1. BC Beuel) aufgeben müssen, nachdem er erst wenige Tage zuvor gegen Trittau (4:3) sein Bundesliga-Debüt für den BCB gegeben hatte. Seidel war am Sonntag im Mixed-Halbfinale mit dem Fuß umgeknickt, musste aufgeben und die Titelambitionen in Doppel und Mixed begraben. Den erlittenen Bluterguss dürfte der 22-Jährige aber rasch auskurieren, schon nächste Woche könnte Seidel bei der Team-Europameisterschaft in Kasan wieder mitwirken. Natalia Perminova ist bereits dort, sie blieb nach den russischen Meisterschaften in ihrer Heimat und fehlte somit in Freystadt ebenso wie Nadia Fankhauser. Die Schweizerin laboriert an einer Fußverletzung. Die Gäste mussten beim erst zwei Mal siegreichen Liganeunten aus Bayern daher improvisieren: Matthias Deininger spielte für Roth im Einzel, zudem bildete er mit Peter Käsbauer eines der Herrendoppel – und verlor mit dem frisch gebackenen Deutschen Mixed-Meisters in vier Sätzen gegen Lukas Schmidt/Florian Waffler. Das Herrendoppel mit Fuchs und dem ebenfalls Einzel spielenden Österreicher Luka Wraber siegte dafür klar 11:6, 12:10, 11:8 gegen Hannes Gerberich/Johannes Pistorius. Weil der BCB auch im Damendoppel, -Einzel und Mixed gewann, waren zwei Punkte bei einer 4:1-Führung früh sicher. 

Eine starke Leistung zeigte vor allem Isabel Herttrich, die diesmal auch als Solistin ran durfte – und überraschend deutlich mit 13:11, 11:5, 11:5 gegen Julia Kunkel gewann. Zudem siegte sie mit Olga Konon und 11:6, 8:11, 11:5, 11:4 gegen Kunkel und Annabella Jäger im Damendoppel, das Herttrich seit ihrer Titelverteidigung in Bielefeld mit Carla Nelte als zweifache Deutsche Meisterin ausweist. „Isabel muss man hervorheben, sie hat ihre Sache super gemacht. Weil Olga etwas kränkelte und müde von der DM war, hat sich Isabel dazu bereiterklärt, das Einzel zu spielen“, lobte Fuchs. Der EM-Dritte von 2010 und Ex-Kapitän steuerte im Mixed mit Konon den vierten Punkt bei. Der BCB liegt mit 32 Zählern nun zwei Punkte vor Verfolger Beuel, das zudem ein Spiel mehr gespielt hat. Es hätten sogar drei sein können, doch die Gästespieler nutzten im Herreneinzel ihre Chancen nicht:Deininger unterlag Gerberich in vier Sätzen, wobei der erste und der letzte Satz mit 10:12 erst in der Verlängerung an den Gegner gingen. Noch bitterer lief es für Wraber gegen Schmidt, denn Bischmisheims „Ösi“ vergab beim 11:8, 11:9, 10:12, 11:13 und 6:11 gleich fünf Matchballe. „Wir lagen 4:1 vorne und hätten beide Einzel ebenso gut für uns entscheiden können. Da ist es fast ärgerlich, dass wir nicht drei Punkte geholt haben“, sagte Käsbauer, der mit Herttrich, Konon und Seidel am Sonntag zur Team-EM nach Kasan abreist. Zuvor möchte der Bundesliga-Primus den nächsten Schritt zum Final-Four-Turnier in eigener Halle machen, für das sich die zwei Ersten der Tabelle direkt qualifizieren. Gelingt am Samstag ab 14 Uhr bei Schlusslicht TSV Neuhausen-Nymphenburg der 15. Sieg, hat der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am 4. März im vorletzten Heimspiel gegen den SC Lüdinghausen sozusagen Matchball und kann schon vor den zwei letzten Saisonspielen das Ticket ergattern. Das zweite „Final Four“ nach der Premiere 2017 findet am 5./6. Mai in der Joachim-Deckarm-Halle statt – Käsbauer hat keine Zweifel, dass der BCB dort um seinen achten Titelgewinn spielen wird: „Eigentlich kann da für uns nichts mehr anbrennen.“ bene

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Rückenwind und Rückschläge vor dem Gang in die Oberpfalz

Unbesiegter Bundesliga-Primus reist mit zwei DM-Titeln im Gepäck, aber auch ohne drei Stammkräfte zum Gastspiel beim...

Die 66. Deutschen Badminton-Meisterschaften sind seit Sonntag Geschichte. Für die Akteure von Bundesliga-Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hielten die Titelkämpfe in der Bielefelder Seidensticker-Halle sowohl freudige als auch enttäuschende Entwicklungen bereit. Der Finalsonntag mit den Entscheidungen in allen fünf Konkurrenzen hätte kaum besser beginnen können, denn das gemischte Doppel Olga Konon und Peter Käsbauer holte in einem engen Dreisatz-Match gegen Kilasu Ostermeyer/Nikolaj Persson vom TSV Trittau gleich den ersten Titelgewinn. Gegen die Paarung des Gegners im jüngsten Bundesliga-Auftritt, den der BCB knapp mit 4:3 und dem 13. Saisonsieg beschlossen hatte, gelang dem Saarbrücker Mixed nach einem 16:21 im ersten Satz mit 21:14 und 21:18 noch die Wende.

„Es war anstrengend, schweißtreibend und nervenaufreibend. Ich bin jetzt deutlich leichter, aber das ist gar nicht schlecht, denn dann bewegt man sich im dritten Satz schneller“, war Käsbauer nach seiner ersten Mixed-Meisterschaft bester Laune. 2013 und 2014 hatte er mit Teamkollegin Isabel Herttrich jeweils im Finale verloren. Mit der dreifachen deutschen Einzelmeisterin als neuer Partnerin klappte es besser: „Wir entwickeln uns von Wettkampf zu Wettkampf weiter. Es läuft ganz gut bei uns“, sagte Konon nach ihrem Premierensieg im Doppelbereich. Im Halbfinale hatten Käsbauer und die gebürtige Weißrussin BCB-Kollege Marvin Seidel und Linda Efler (Lüdinghausen) ausgeschaltet – weil der Bischmisheimer auf der anderen Netzseite erneut vom Pech verfolgt war. In Satz drei knickte Seidel um und verletzte sich am rechten Fußgelenk, bei 12:18 erfolgte die Aufgabe. 

Bitter für den 22-Jährigen, denn schon im Vorjahr war er bei der DM durch eine Verletzung ausgebremst worden. Damals im Herrendoppel-Finale mit Mark Lamsfuß (Wipperfeld), beim Stand von 19:19 im dritten Satz gegen Käsbauer und Raphael Beck. Seidels etatmäßiger Partner hatte erst am Montag kurz vor DM-Beginn wegen Knieproblemen abgesagt. Mit dem neuen Einzelmeister Max Weißkirchen (Beuel) fand Seidel zwar guten Ersatz, im Halbfinale konnte er aber nicht mehr antreten, sodass der zweifache Titelverteidiger Käsbauer mit Neu-Partner Johannes Pistorius (TSV Freystadt) wieder ins Doppel-Endspiel einzog. Dort blieb dem 29-jährigen Bischmisheimer der dritte Triumph in Folge und zweite Meistertitel des Tages zwar vergönnt. Käsbauers Enttäuschung fiel aber deutlich geringer aus als bei Seidel, der dem unbesiegten Bundesliga-Primus nicht nur am morgigen Dienstag im Gastspiel ab 19 Uhr beim Vorletzten TSV Freystadt fehlen wird. „Andere sprechen schon von einem DM-Fluch, ich selbst will nicht so weit gehen, aber dass ich wieder verletzt aufgeben muss, ist extrem ärgerlich. Ich hoffe, ich fehle nicht so lange“, sagte der Doppelspezialist. 

Er war in Bielefeld aber nicht der einzige Pechvogel aus BCB-Sicht: Neuzugang Fabian Roth, der wegen seiner Rückenprobleme erst vor Wochenfrist gegen Trittau zum Bundesliga-Debüt kam, erlitt auf dem Weg zur anvisierten Titelverteidigung im Einzel einen neuerlichen Rückschlag. Der 22-Jährige musste am Freitag im Viertelfinale gegen seinen späteren Nachfolger Weißkirchen beim Stand von 18:21, 21:17 mit Rückenschmerzen aufgeben – und wird dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim nun abermals länger fehlen.

Isabel Herttrich sieht die morgige Bundesliga-Partie in Bayern zwar immer noch als eine „Pflichtaufgabe“ für den Tabellenführer, und der 14. Sieg im 14. Spiel ist das klare Ziel. So ganz wohl ist der 25-Jährigen angesichts der zahlreichen Ausfälle im Auftritt in Freystadt aber nicht – zumal neben Seidel und Roth auch Natalia Perminova fehlt, weil sie nach der Russischen Meisterschaft wegen der anstehenden Team-EM gleich in der Heimat bleibt: „Wir sind dadurch gerade im Einzel geschwächt. Natürlich wollen wir gewinnen, aber die volle Ausbeute von drei Punkten wird schwer zu schaffen sein“, blickt Herttrich voraus. Sie selbst ist zumindest in Bestform, wie die erfolgreiche Titelverteidigung im Damendoppel der DM mit Carla Nelte (TV Refrath) belegt. 

In der vorletzten Entscheidung der 66. Titelkämpfe in Bielefeld siegte das Duo klar mit 21:13, 21:16 gegen Johanna Goliszewski/Lara Käpplein. „Wir haben pünktlich im Finale unser bestes Badminton gezeigt. Ich bin sau froh, dass wir es erneut geschafft haben. Das Starterfeld war diesmal noch ein Tick stärker“, sagte Herttrich, die zudem mit ihrem Freund Julian Lohau, der kurzfristig für den verletzten Lamsfuß einsprang, fast sensationell das Mixed-Halbfinale erreichte. „Das war nur just for fun, hat aber gut funktioniert“, verriet die Nationalspielerin – und versicherte, dass die seit drei Jahren anhaltende Beziehung dadurch keinen Schaden genommen habe. Morgen will Herttrich dann mithelfen, dass sich der BCB in der Bundesliga weiter schadlos hält. 

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Nächster Trittau-Thriller mit Happy End

Badminton-Bundesligist gewinnt sein Heimspiel gegen den Tabellenfünften aus Schleswig-Holstein nach 1:3-Rückstand 4:3...

Im ominösen 13. Saisonspiel lief es für die Badminton-Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim anfangs auf eine unrühmliche Premiere hinaus: Der Spitzenreiter der 1. Bundesliga tat sich am Sonntag im Heimauftritt gegen den TSV Trittau wie beim knappen 4:3-Sieg im Hinspiel erneut schwer mit dem Gegner aus Schleswig-Holstein. Lange Zeit sah es in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle sogar nach der ersten Saisonschlappe für den siebenfachen deutschen Mannschaftsmeister aus. Die Gastgeber gerieten zwischenzeitlich 1:3 ins Hintertreffen – dann aber läuteten die beiden Herreneinzel doch noch eine Wende ein. „Ich bin froh, dass wir die Partie als Team nochmal herumgerissen haben. Das war eine gute Mannschaftsleistung von uns“, sagte Dieter Domke, nachdem der BCB die Gäste aus dem hohen Norden wie im vergangenen Oktober abermals mit 4:3 hatte abblitzen lassen.

Der 30-Jährige trug mit seinem hart erkämpften Fünfsatzsieg über Nikolaj Persson zur erfolgreichen Aufholjagd des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bei. Nach Satzgewinnen von 11:5 und 11:8 ermöglichte Domke dem Gegner durch Nachlässigkeiten zwar den 2:2-Ausgleich. Im Entscheidungssatz war er aber hellwach, zog rasch auf 10:2 davon und nutzte schließlich seinen sechsten Matchball zum 11:7. Damit hieß es im Gesamtstand 3:3, denn kurz vorher hatte Neuzugang Fabian Roth mit dem Viersatzsieg über Trittaus Ary Trisnanto ein gelungenes Debüt für den BCB hingelegt. Der 22-Jährige war vor der Runde vom amtierenden Meister TV Refrath zum Vizemeister gewechselt, wegen eines leichten Bandscheibenvorfalls aber bisher nicht zum Einsatz gekommen. Gegen den Indonesier Trisnanto musste Roth den ersten Satz mit 7:11 abgeben, danach kam der deutsche Einzelmeister aber immer besser auf Touren und behauptete sich 11:7, 11:8 und 12:10. „Das war ein guter Einstand für mich. Nach vier Monaten Pause bin ich endlich schmerzfrei. Natürlich fehlt mir noch ein wenig die Matchpraxis“, ließ Roth verlauten. 

Im Anschluss machte das gemischte Doppel Olga Konon/Marvin Seidel den 13. BCB-Sieg im 13. Spiel perfekt. Sie besiegten Kilasu Ostermeyer und Milosz Bochat 11:7, 11:8, 10:12 und 11:7. „Das waren zwei wichtige Punkte für uns, denn wir haben das klare Ziel, als Erster zum Final-Four-Turnier zu fahren“, sagte Konon nach dem Comeback-Erfolg über Trittau. Zuvor hatte die 28-Jährige mit Isabel Herttrich im Damendoppel gegen Ostermeyer und Iris Tabeling in fünf Sätzen verloren – mal wieder: „Ich konnte mit Isabel noch nie gegen die zwei gewinnen. Das ist ein guter Gegner, wobei es da insgesamt nicht rund lief. Es war eigentlich wie so oft bei mir, dass ich in einem von zwei Spielen eher schlecht spiele.“ Im Herrendoppel verlor das BCB-Duo Ruben Jille und Johannes Schöttler ebenfalls in fünf Sätzen, während sich Peter Käsbauer und Seidel glatt durchsetzten. Ann-Katrin Hippchen blieb beim 0:3 gegen Priskila Siahaya aus Indonesien erwartungsgemäß chancenlos. Am Ende wahrte der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim aber den Nimbus, bleibt weiter unbesiegt und mit 30 Zählern gleichauf mit dem 1. BC Beuel, der zwei Spiele mehr gespielt hat, Bundesliga-Spitzenreiter.

„Wir wussten anhand des knappen 4:3-Siegs im Hinspiel, dass da ein hartes Stück Arbeit auf uns wartet. Umso glücklicher sind wir, dass es wieder zum Sieg gereicht hat“, befand Marvin Seidel und zeigt sich vom Saisonverlauf durchaus überrascht: „Es ist irgendwo schon verwunderlich, dass wir alle Spiele gewonnen haben, denn es bewegen sich einige Teams auf ähnlich gutem Niveau.“

Die folgenden zwei Auswärtsauftritte bescheren dem Vizemeister dann auf dem Papier leichtere Aufgaben: Am Dienstag, den 6. Februar spielt der BCB um 19 Uhr beim Liga-Vorletzten TSV Freystadt, am Samstag darauf wartet ab 14 Uhr das Gastspiel bei Schlusslicht TSV Neuhausen-Nymphenburg. Bevor der Bundesliga-Endspurt ansteht, hoffen mehrere Bischmisheimer Akteure auf Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften, die von Donnerstag bis Sonntag erneut in Bielefeld stattfinden. „Ich möchte die DM nutzen, um Matchpraxis zu sammeln und werde versuchen, meinen Titel zu verteidigen – auch wenn das Turnier vielleicht ein wenig früh kommt“, sagte Fabian Roth.

Deutlich offensiver gab sich Seidel, der im Herrendoppel und Mixed jeweils an Position zwei gesetzt ist: „Ich fühle mich gut und habe insgeheim schon das Ziel, in beiden Wettbewerben ganz vorne zu landen“, verriet der 22-Jährige. Im gemischten Doppel sind bei der 66. Auflage der DM Teamkollegin Herttrich mit Seidels Doppelpartner bei den Herren, Mark Lamsfuß, an Eins gesetzt. Zu den Favoriten zählt auch die reine BCB-Paarung Konon/Käsbauer. Auch im Damendoppel startet Herttrich mit Carla Nelte topgesetzt in die Titelkämpfe. 

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1. BC Saarbrücken-Bischmisheim: Deutscher Mannschaftsmeister 2016



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