BCB sichert sich die Dienste von Doppel-Talent Datko

Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim hat mit Marvin Datko einen der hoffnungsvollsten deutschen Nachwuchsspieler verpflichtet. Der 20-Jährige wechselt vom 1.BC Beuel ins Saarland.

Seit August letzten Jahres hat Marvin Datko seinen Lebensmittelpunkt in Saarbrücken. Als eines der größten Badminton-Nachwuchstalente im Doppelbereich trainiert der 20-Jährige am dortigen Olympiastützpunkt. Von daher war es fast ein logischer Schritt, dass sich Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim nun die Dienste des Blondschopfs gesichert hat. Datko schlägt ab der kommenden Saison für den neunfachen deutschen Mannschaftsmeister auf, er wechselt vom 1.BC Beuel, wo er zuvor die meiste Zeit seiner bisherigen Badminton-Laufbahn verbracht hatte. „Vom Standort her ist dieser Wechsel sehr vorteilhaft für mich. Ich habe dann die Hälfte der Spiele vor der eigenen Tür. Außerdem spielen beim BCB viele Teamkameraden, mit denen ich regelmäßig am Stützpunkt trainiere“, sieht der mehrfache deutsche Jugendmeister eine Win-Win-Situation.

Mit dem Badminton begonnen hat Datko im Alter von gerade mal vier Jahren. „Das war allerdings zunächst nur mit meinem Vater im heimischen Garten“, blickt er auf seine Anfänge. Papa Krystian Datko war zu der Zeit Jugendtrainer bei seinem späteren Verein 1.BC Beuel – womit der Weg in den Leistungsbereich fast schon vorgezeichnet war. Mit fünf Jahren schloss sich Marvin Datko seinem ersten Verein an, dem BC Witterschlick aus der Nähe von Bonn. Im Jahr 2010 wechselte er schließlich in die Nachwuchsabteilung des Bonner Bundesligisten Beuel. Seinen ersten richtig großen Erfolg feierte er 2013 mit dem Gewinn des deutschen U13-Meistertitels im Jungendoppel – da war er gerade zwölf Jahre alt. In seinem zweiten U13-Jahr wurde er sogar zweifacher deutscher Meister, gewann sowohl im Jungendoppel als auch im Mixed den Titel. Im U15-Bereich hätte es für Datko im zweiten Jahr sogar beinahe zum Hattrick gereicht. Er triumphierte im Jungendoppel, im Einzel und wurde Zweiter im Mixed. Auch in der U17 reichte es in beiden Jahren für ihn zum Titel im Doppel. Erste Plätze sind für Datko in Zukunft weiterhin das erklärte Ziel: „Das ist auf jeden Fall mein Anspruch, auch im Erwachsenenbereich um die Titel mitzuspielen. Auf kurze Sicht mag das vielleicht noch etwas unrealistisch erscheinen, aber mittel- und langfristig möchte ich dorthin kommen“, sagt der 20-Jährige. In Saarbrücken und beim BCB sieht er die besten Voraussetzungen, um sich diesen Zielen rasch anzunähern. Und auch internationale Erfahrungen, wie etwa bei seinen Europameisterschaftsteilnahmen in der U15 (Viertelfinale im Mixed) und in der U17 (Doppel-Achtelfinale), möchte er noch viele sammeln.

„Olympia ist natürlich ein großes Ziel, das ich habe. Ich möchte irgendwann bei Olympia eine Medaille holen“, macht Datko keinen Hehl aus seinen Ambitionen. Was das angeht, „hängt viel von meiner weiteren Entwicklung ab. Ein wichtiger Punkt ist dabei die physische Stärke, da muss ich noch sehr viel draufpacken“, weiß der BCB-Neuzugang. Um sich immer weiter zu verbessern, absolviert er aktuell nicht weniger als elf Einheiten pro Woche. Drei im Athletikbereich, dazu kommen acht Einheiten Feldtraining. Generell hat Datko, der vorletzte Saison ein Jahr für den 1.BV Mülheim spielte, den Wechsel an den Olympiastützpunkt gut vollzogen: „Ich wurde vom gesamten Team am OSP sehr herzlich aufgenommen. Das hat es mir einfach gemacht, mich hier einzugewöhnen. Vom Standort an sich bin ich positiv beeindruckt“, kann Datko nur Gutes berichten. Er hofft darauf, ab Sommer vielleicht einen Platz in der Sportfördergruppe der Bundeswehr zu ergattern. Zudem kann er sich ein Studium im Bereich der Psychologie sehr gut vorstellen. Am liebsten allerdings möchte er Badminton spielen. Aufgrund der Corona-Lage sei es aktuell keine leichte Zeit. Und Datko macht keinen Hehl daraus, dass er es vermisst, sich regelmäßig im Wettkampf zu messen. „Man will als Sportler natürlich immer so viele Spiele wie möglich bestreiten“, sagt er. Doch auch diese Phase wird irgendwann zu Ende gehen – und der Bischmisheimer Neuzugang kann es kaum erwarten, sich dann in der Bundesliga erstmals im neuen Trikot zu präsentieren. dbe

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